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Tschechische Republik (31.03.2009 - 10.04.2009)

veröffentlicht um 19.11.2009, 21:44 von Tobias Pieper   [ aktualisiert: 10.02.2012, 11:22 ]
Die Grenze nach Tschechien erreichten wir dann mit fruehlingshaften Temperaturen. Und wirklich, kaum ueber die Grenze, sieht schon alles anders aus. Viele verfallenen Haeuser, sehr arm und trist. Die Stimmung verwandelte sich etwas in Unbehagen. So schnell fuehlte man sich fremd, befand sich auf schlechten Wegen und die Verstaendigung schien schwer. Jedoch koennen die aelteren etwas deutsch. So schickte uns jemand ueber einen Weg, der in unserer Karte auch existierte, aber fuer Raeder eigentlich ungeeignet ist. Aber darueber denken Nicht-Radfahrer selten nach. Also, das naechste Erlebnis, welches echt hart war. Wir schoben teilweise durch Schlamm, mussten richtig ackern. In dem Moment habe ich echt geflucht. Am naechsten Tag standen wir vor einem aehnlichen  Weg, Feldweg. Aber wir wussten es besser und entschieden uns fuer die befahrene Strasse - gut so!
Man lernt dazu und erst Recht das Land und die Wege kennen. 
Je naeher wir an Prag kamen, desto wohlhabender und weniger verfallen sind die Doerfer. Wir haben von Sonneberg bis Prag durchgehend gezeltet, was super gut ging. Wir haben 2x sehr liebe Gastfreundschaft erlebt. Ja, das ist etwas, worauf wir auch ein Stueckweit angewiesen sind. Dass wir Obdach in Form von einem Zeltplatz und Wasser gewaehrt bekommen.
Somit haben wir uns nun die Unterkunft in Prag und die Pause redlich verdient. Hier konnten wir wieder alles waschen, die Stadt anschauen und unsere Muskeln entspannen. Die Gegend war bisher durchgehend huegelig. Morgen (05.04.) geht es weiter, suedoestlich Richtung Slowakai.
Unsere Reise fuehrte uns aus Prag quer durch Tschechien. Wir haben einen recht guten Eindruck von diesem Land bekommen. Boehmen und West-Maehren sind durchweg huegelig. Seit dem wir von Tobias Eltern -Wiehengebirge und Teutoburger Wald- weitergefahren sind, ging es nur bergan nd bergab. Die ganze Landschaft war super huegelig, aber auch sehr attraktiv. Dies hielt an, bis wir suedlich von Bruenn nach etwa 1040 km in eine flache Landschaft kamen. Dort standen ganz viele Obstbaeume in voller Bluete. Endlich liesen sich die Raeder leichter rollen. Und ploetzlich erreichten wir die Donau, den grossen Fluss, der uns nun ein wenig den Weg weisen sollte.

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